Grußwort des Pfarrers

Zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr

Seit 125 Jahre heißt es für die freiwillige Feuerwehr in Burggrub:

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“ Das heißt nicht nur so, sondern wird von den in der Feuerwehr ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden mit Leben erfüllt. Indem Sie, liebe Feuerwehraktive in praktizierter Nächstenliebe Ihren Mitmenschen in Notlagen rettend und lebensfördernd beistehen, geben Sie Gott die Ehre. Damit erbringen Sie einen umfassend in die Tat umgesetzten Gottesdienst; und das bereits 125 Jahre lang.

Dafür gratuliere ich Ihnen von der freiwilligen Feuerwehr in Burggrub auch im Namen des Kirchenvorstandes und der gesamten Evangelischen Kirchengemeinde von ganzem Herzen!

Gottes- und Nächstenliebe sind wie die zwei Seiten ein und derselben Medaille. Beide gehören eng zusammen und sind aufeinander bezogen. Es geht hier eben nicht um die allgemeine Menschenliebe nach dem unverbindlichen Motto: „seid alle umschlungen“. Sondern es geht ganz konkret um die Liebe zu dem, der gerade dringend meiner Hilfe bedarf, und dessen Not ich vor Augen sehe. „Gott zur Ehr, dem Menschen zur Wehr!“ Somit ist der Einsatz in der Feuerwehr nicht nur ein Hobby, ein Sport oder eine Freizeitbeschäftigung. Er bedeutet einen ganz wertvollen Dienst am Nächsten, und somit im umfassenden Sinn auch Gottesdienst.

Mitarbeiter im Rettungsdienst Gottes! Darin erfüllen Feuerwehrleute ganz wertvolle Einsätze! Sie bewahren und retten menschliches Leben vor Gefahren und dauerhaften Schäden. Feuer kann ja auch eine angenehme beschauliche ausstrahlende Wirkung entfachen. Ein gemütlicher Abend am heimatlichen Kamin, Lager-, Johannes- und Sonnwendfeuer fördern die mitmenschliche Kommunikation. An Lagerfeuern erzählten sich gläubige Menschen schon vor Jahrtausenden ihre Erfahrungen mit Gott, die dann ihr schriftliches Zeugnis in der Bibel fanden. Die Nähe zu den prasselnden Feuerflammen, das Betrachten der knisternden Glut kann durchaus etwas Beschauliches Angenehmes enthalten. Umso wichtiger ist es deshalb, die Gefahren die das Feuer auslösen kann zu verhindern, und unkontrolliert ausgebreitetes Feuer zu bekämpfen. So wünsche ich der Freiwilligen Feuerwehr Burggrub weiterhin Gottes Kraft für Ihre Aufgaben, Achtung ihres Einsatzes in der Öffentlichkeit und Bewahrung an Leib und Seele bei allen notwendig werdenden Einsätzen.

Mit dem großem anerkennendem Dank für Ihre Tätigkeit grüße ich Sie, sehr geehrte freiwillige Feuerwehr Burggrub zum Jubiläum mit allerherzlichen Segenswünschen

 

Michael Foltin
Pfarrer